Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Flugschule Oberbayern, Im Thal 4, D-82377 Penzberg

§1 Ausbildungsziel und Teilnehmer

Die Flugschule bildet den Schüler zum Zwecke des Erwerbs einer Erlaubnis für Gleitsegel gemäß den Richtlinien des deutschen Hängegleiterverbandes e.V. im DAEC aus. Das Mindestalter für die Teilnahme an der Ausbildung beträgt 14 Jahre. Minderjährige benötigen zur Teilnahme an den Kursen die schriftliche Einwilligung der Erziehungsberechtigen. Voraussetzung für die Teilnahme sind körperliche und geistige Gesundheit.

§2 Ausbildung

Alle Angebote werden von staatlich geprüften Fluglehrern geleitet. Vermittelt wird eine Ausbildung nach Maßgabe der durch Gesetz oder Verordnung erforderlichen Ausbildungsprogramme in Theorie und Praxis. Das Ausbildungsprogramm wird durch die Flugschule gestaltet. Der Flugschüler ist verpflichtet, alle durch Gesetz oder Verordnung vorgeschriebenen Regeln sowie Anordnungen und Einzelanweisungen des Ausbildungspersonals gewissenhaft und unverzüglich zu befolgen.
Video- und Fotokameras dürfen vom Flugschüler während der Ausbildungsflüge nur mit Erlaubnis des Ausbildungsleiters verwendet werden.

§3 Anmeldung und Vertragsabschluß

Die Anmeldung zu den Kursen kann schriftlich, auch per Fax, oder direkt über die Homepage der Flugschule erfolgen.

§4 Vergütungen

Die Vergütungen richten sich nach einer Ausschreibung im aktuellen Kursprogramm.
Die aufgeführten Preise verstehen sich als reine Betreuungspreise und beinhalten keine Transfer-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten.

§5 Kündigung durch die Flugschule

Der Ausbildungsvertrag kann durch die Flugschule ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden, wenn:

  • der Schüler gegen luftrechtliche Vorschriften vorsätzlich oder grob fahrlässig verstößt.
  • der Schüler gegen Anordnungen und Einzelanweisungen des Ausbildungspersonals vorsätzlich oder grob fahrlässig verstößt.
  • sich sonst Gründe in der Person des Flugschülers ergeben, die eine Fortsetzung der Ausbildung für die Flugschule unzumutbar machen.

§6 Versicherung des Flugschülers

Jeder Schüler nimmt auf eigene Gefahr und Verantwortung am Kurs teil. Dem Schüler wird empfohlen, eine Unfall- und eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Hat der Schüler eine Lebensversicherung abgeschlossen, ist das Versicherungsinstitut über den Beginn der Ausbildung zu informieren. Der Schüler kann auf Wunsch eine Unfall- und eine Bergungskostenversicherung in der Flugschule abschließen. Bergrettungsaktionen und deren Kosten gehen zu Lasten des Flugschülers.

Lt. Vorgabe des DHV e.V. weisen wir darauf hin, dass viele Unfallversicherungen mögliche Risiken des Flugsports nicht abdecken. Gerne informieren wir über die Möglichkeiten, auf eigene Kosten eine Flugunfallversicherung abzuschließen.

§7 Geräte der Flugschule und Haftung des Flugschülers

Der Flugschüler verpflichtet sich, das von der Flugschule in Anspruch genommene Ausbildungsmaterial sorgsam zu behandeln und es in ordnungsgemäßen Zustand zurückzugeben. Andernfalls werden die Kosten für die Neubeschaffung in Rechnung gestellt. Die Ausbildungsmaterialien verbleiben im Flugschulbetrieb und dürfen ausschließlich gegen Unterschrift des betreuenden Fluglehrers oder einer beauftragten Person der Flugschule mitgenommen werden. Für die von der Flugschule eingesetzten Geräte besteht eine Haftpflichtversicherung in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe, die für Schäden an Dritten aufkommt. Die Flugausrüstungen selbst sind nicht kaskoversichert. Falls während der Schulung Schäden an der Flugausrüstung durch unsachgemäßes oder regelwidriges Verhalten des Schülers entstehen, so sind diese vom Schüler zu tragen. Der Schüler nimmt zur Kenntnis, dass Verstöße gegen durch Gesetz und Verordnung vorgeschriebene Regeln nach Straf- oder Ordnungswidrigkeitsvorschriften verfolgt werden können.

§8 Flugausrüstung

Die Flugschule behält sich vor, Flugausrüstungen von Schülern, die nicht bei der Flugschule Oberbayern erworben wurden, aufgrund von Sicherheitsbedenken abzulehnen. Ob eine solche Ausrüstung von der Flugschule akzeptiert wird, entscheidet der Ausbildungsleiter der Flugschule.

§9 Leihausrüstung bzw. Ausrüstungsmiete

Die Leihgebühren (Ausrüstungsmiete) für Höhenflugkurse gilt für eine Höhenflugkurswoche, bis zum Erreichen des Kurszieles bzw. für mindestens 15 Höhenflüge, je nachdem was früher erreicht ist. Anschließend beträgt die Leihgebühr 45€ pro Tag. Das Anrechnen der Leihgebühr (Ausrüstungsmiete) für einen Ausrüstungskauf bezieht sich auf den Kauf von einer Neuausrüstung (Gleitschirm, Gurtzeug, Retter) und kann nur ein Mal geltend gemacht werden (Leihgebühr bzw. Ausrüstungsmiete für die erste Höhenflugkurswoche).

§10 Haftung der Flugschule

Die Flugschule haftet nur für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung der Flugschule Oberbayern oder deren Erfüllungsgehilfen beruhen. Nicht ausgeschlossen ist die Haftung für Verletzungen von Leben, Körper oder Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung der Flugschule Oberbayern oder ihrer Erfüllungsgehilfen beruhen.

§11 Termine

Die Flugschule setzt gemäß dem Ausbildungsplan Termine für den theoretischen und praktischen Unterricht fest. Sie ist bemüht, derart vereinbarte Termine einzuhalten. Sie kann aber insbesondere in der praktischen Ausbildung den genauen Zeitablauf im Hinblick auf wetterbedingte und technische Gründe nicht garantieren. Sollte es daher während der Schulung zu Terminverschiebungen oder dem Ausfall des gesamten Kurses kommen, so ergeben sich daraus weder ein besonderes Rücktrittsrecht vom Vertrag noch Schadensersatzansprüche für den Schüler. In diesen Fällen kann die Schulung nur zu einem anderen Termin
durchgeführt werden.

§12 Leistungsanspruch

Wird die gebuchte Veranstaltung/Kurs während eines Zeitraumes von 18 Monaten ab Ausbildungsbeginn vom Schüler trotz regulär angebotener Leistung der Flugschule nicht vollständig in Anspruch genommen, verfällt der Anspruch auf Weiterschulung.

§13 Schulungen, Reisen und Seminare

Bei Schulungen, Reisen und Seminaren, die bei der Flugschule gebucht werden, wird mit der Anmeldung eine Anzahlung von Euro 150,00 fällig, die innerhalb von 10 Tagen nach erfolgter Anmeldung bei der Flugschule eingehen muss. Erst mit Eingang der Anzahlung ist die Anmeldung für beide Seiten verbindlich und es kann eine Platzreservierung erfolgen. Bei Rücktritt muss ein Teil der Reisekosten einbehalten werden, um die Unkosten der Flugschule zu decken, gestaffelt wie folgt:

  • Bis 30 Tage vor Leistungsbeginn: 50€
  • Bis 20 Tage vor Leistungsbeginn 50% der Leistungskosten
  • Bis 10 Tage vor Leistungsbeginn 75% der Leistungskosten
  • Ab 5 Tage vor Reisebeginn wird der gesamte Betrag einbehalten / trotzdem fällig

Um diese Reiserücktrittskosten zu vermeiden, hat der Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, eine Ersatzperson zu benennen.
Dem Teilnehmer wird empfohlen, eine Reiserücktrittsversicherung und eine Auslandsreisekrankenversicherung inkl. Krankenrücktransport abzuschließen.